Floristik als Weg – nicht nur als Ziel
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Floristik als Weg – nicht nur als Ziel
Es ist nicht der Startpunkt, der entscheidet, welchen Weg wir gehen – es ist das Ziel, das wir vor Augen haben. Und gerade auf dem Weg dorthin ist es wichtig, flexibel zu bleiben.
Was meine ich damit?
Immer wieder werde ich gefragt, ob ich nicht zu viel erwarte. Woher ich die Zuversicht nehme, Floristik zu fördern – und damit die Möglichkeit zu eröffnen, vielleicht sogar auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt als Floristin zu bestehen.
Doch entscheidend ist aus meiner Sicht nicht, wie unrealistisch ein Ziel erscheint, sondern wo jemand wirklich hinmöchte. Will ein Mensch in einer WfbM (Werkstatt für Menschen mit Behinderung) seiner Kreativität Raum geben, sich ausprobieren, Erfahrungen sammeln? Möchte er vielleicht im Rahmen eines Praktikums erkennen, wo seine Stärken liegen – und in jedem Moment sein Ziel hinterfragen und neu ausrichten?
Für mich zählt: Bedürfnisse erkennen – Potenziale fördern.
Bedürfnisorientierte Aufgaben können ein Wegbereiter sein, der zur fachlichen Floristik führt. Und es geht nicht immer um große Konzepte. Manchmal reicht eine einfache Technik, um über Farbenlehre zu sprechen oder durch die Arbeit feinmotorische Fähigkeiten sichtbar zu machen. Ebenso ist es möglich, Ausdauer und Eigenantrieb durch floristische Tätigkeiten zu stärken.
Und dann gibt es noch diese besondere Seite der Floristik, die so viel mit Persönlichkeit zu tun hat – mit Herzlichkeit, Offenheit und der Freude am Verkauf und in der Kommunikation. Auch das kann gefördert werden. Auch das ist Floristik.
Ich bin überzeugt: Es gibt viele Wege, die zum Ziel „Floristik für alle“ führen. Und jeder dieser Wege ist wertvoll.
